Schwarzkopf-Stiftung und Deutsch-Türkische Jungdiplomaten e.V. starten Veranstaltungsreihe

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Berlin, 1. Juni 2017 – Die jüngsten Spannungen in den bilateralen Beziehungen zur Republik Türkei wirken sich erneut direkt auf den Alltag von vielen jungen Deutsch-Türken aus. Wieder einmal wird deutlich, dass es nach wie vor zu wenig Dialogkanäle gibt, um sich mit jungen Deutsch-Türken auszutauschen.

Um unsere demokratische Diskussionskultur zu stärken, ist es daher von elementarer Bedeutung, dass (deutsch-türkische) Jugendliche mehr Möglichkeiten erhalten über unser Zusammenleben untereinander aber auch mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu diskutieren.

Um dieses Anliegen zeitnah mit einer ersten Initiative anzugehen, hat der Deutsch-Türkische Jungdiplomaten e.V. zusammen mit der Schwarzkopf-Stiftung die Veranstaltungsreihe „Fragen statt Vermuten: Junge Deutsch-Türken im Gespräch“ ins Leben gerufen. Geplant sind drei Veranstaltungen ab Sommer 2017, die aus einem Impulsvortrag, Diskussionspanel und anschließendem Get-Together bestehen.

Die Schirmherrschaft für die Veranstaltungsreihe übernimmt Staatsminister für Europa Michael Roth MdB, der seine Unterstützung wie folgt erklärt:

Staatsminister Michael Roth © Michael Farkas

„Es ist mir ein besonderes Anliegen, mit der jungen türkeistämmigen Generation in Deutschland im Gespräch zu bleiben. Leider ist auch in Deutschland der gesellschaftliche Zusammenhalt durch die jüngsten Ereignisse in der Türkei und die Bewährungsproben  zwischen unseren beiden Ländern in Gefahr. Ich will mich mit der derzeit aufgeheizten Stimmung, mit Polarisierung und Sprachlosigkeit nicht abfinden. Wir sollten wieder mehr miteinander und nicht nur übereinander reden. Hierfür  brauchen wir den offenen Dialog über Gelungenes, Schwierigkeiten und Erwartungen. Die Veranstaltungskooperation der Schwarzkopf-Stiftung mit der NGO Deutsch-Türkische Jungdiplomaten e.V. ist eine gute Plattform hierfür. Ich will auf die Talente und Ideen junger Menschen mit türkischen Wurzeln nicht verzichten. Sie gehören zu uns.“

Auf den Veranstaltungen wird das Podium jeweils mit einem jungen Deutsch-Türken und einem Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft besetzt sein. Die drei Diskussionen adressieren dabei unterschiedliche Fragestellungen:

  • Partizipation oder Isolation: Junge Deutsch-Türken als Bürger zweiter Klasse?
  • Warum wählen junge Deutsch-Türken in der dritten Generation Erdogan?
  • Doppelte Staatsbürgerschaft – Loyalitätskonflikte bei jungen Deutsch-Türken?

 

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